Kirchen
Die Pfarrei Hohenthann im Bistum Regensburg ist mit 2000 Katholiken zahlenmäßig eine kleine, flächenmäßig aber eine sehr große Pfarrei.
Nach einer Urkunde im Domkapitel ist die Pfarrei Hohenthann 1233 erstmals erwähnt worden.
Pfarrkirche
Patrozinium: Das Patrozinium des Hl. Laurentius wird am 10. August gefeiert.
Taufstein St. Laurentius, Hohenthann
Als ältestes und schönstes Zeugnis der Pfarrei Hohenthann steht in der Seitenkapelle der Pfarrkirche ein alter Taufstein, der zwischen 1288 und 1336 angefertigt wurde.
Die Pfarrgeschichte von Hohenthann
1229: Eine Urkunde des Regensburger Domkapitels enthält einen ersten Hinweis auf eine Kirche in Hohenthann.
1233: Im Matrikel des Bistums Regensburg wird Hohenthann zum ersten Mal als Pfarrei erwähnt und "1233 dem Domkapitel Regensburg incorporiert". Viel früher als der Pfarrort Hohenthann werden in Urkunden die Filialorte Unkofen (1136), Grafenhaun (1143) und Türkenfeld (1190) erwähnt.
1424: Der erste Priester "Johann Neunburger" übernimmt den Seelsorgedienst. Seit dieser Zeit waren 34 Priester in der Pfarrei Hohenthann im Einsatz.
1638: Die ersten Taufbücher werden verfasst.
1697: Ein Blitzschlag zerstört den Kirchturm. Für den Wiederaufbau des Turms leiht sich die Kirchenverwaltung 837 Gulden vom Wallfahrtsort Heiligenbrunn aus. Wegen Baumängel wird der Kirchturm noch öfters umgebaut und stabilisiert. Bis er schließlich auf Regierungsbefehl 1850 ganz abgetragen wurde.
1853: Erneut wird ein Kirchturm errichtet. In den darauffolgenden Jahren wird das Kirchengeläut ergänzt, die Kirche mit Wandmalereien ausgestattet und schließlich eine neue Orgel eingebaut.
1880: Schon bald zeigte sich, dass das Kirchengebäude zu klein war. Pfr. Thomas Lehner gründet einen Kirchbauverein. Das Bauvorhaben musste aber immer wieder verschoben werden. Im Jahr 1914 waren für den Neubau einer Pfarrkirche 84.000 Goldmark angespart, jedoch verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die Weltinflation 1924 und der Zweite Weltkrieg dieses Bauvorhaben durchzuführen.
1961: Gründung eines neuen Kirchenbauvereins.
1965: Einweihung der neuen Pfarrkirche "St. Laurentius". Unter der Führung von Pfarrer Sirtl und dem Architekten Friedrich Haindl aus München entstand eine moderne Hallenkirche mit 450 Plätzen und einer Höhe von 18. Metern. Am 08. August 1965 wurde die Pfarrkirche durch H. H. Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber eingeweiht und den Gläubigen zur größeren Ehre Gottes übergeben.
1976: Endgültiger Abriss der alten Pfarrkirche. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz. Zwei Seitenaltäre stehen heute in der Wallfahrtskirche St. Salvator in Heiligenstadt (Pfarrei Gangkofen).
Wallfahrtskirche
Mariä Heimsuchung wurde im Jahre 1714 erbaut, der Spitzhelm des Turmes wurde um 1804 errichtet. Von der Pfarrei Hohenthann findet zweimal im Jahr eine Sternwallfahrt statt, ebenso werden an Pfingsten traditionell die Pferde gesegnet.
Die Wallfahrt nach Heiligenbrunn
Anno 1662, den 1. September, ist Melchior Bauer von einer Leiter gefallen, daß ihm durch solchen Fall die Red verfallen ist. Nach 11 Wochen, nachdem alle menschliche Hilf und Mittel vergebens war, hat er nach verrichtetem Gebet von dem Wasser der Quelle neben dem Bildstock unserer lieben Frau trunken. Ihm ist dabei im Traum die allerseligste Jungfrau erschienen und ist geheilt worden.
Filialkirche Grafenhaun
St. Magaretha, Grafenhaun
Grafenhaun ist seit 1143 urkundlich bekannt. Die Kirche St. Margaretha wurde in den Jahren zwischen 1717 und 1719 an Stelle einer alten Kirche erbaut.
Altar
Filialkirche Petersglaim
St. Peter, Peterglaim
Die Kirche St. Peter ist im 12./13. Jahrhundert erbaut und in der Barockzeit verändert worden.
Altar
Filialkirche Türkenfeld
St. Ägidius, Türkenfeld
Türkenfeld ist seit 1190 erstmals genannt. Die St. Ägidiuskirche, eine ehemalige Schlosskapelle, wurde im 12./13. Jahrhundert errichtet.
Altar
Filialkirche Unkofen
St. Nikolaus, Unkofen
Unkofen wird 1136 erstmals erwähnt. Die St. Nikolauskirche stammt aus dem 18. Jahrhundert.